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Cauda-equina-Syndrom Rückenschmerzen (Kreuzschmerzen) beim Hund
TIERARZTPRAXIS im Rank | Rankstrasse 29 | 5712 Beinwil am See                              Facebook Google Plus
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Das       Cauda-equina-Syndrom       ist       eine       degenerative lumbosakrale   Stenose   des   Ileosacralgelenkes   (Kreuzgelenk) und    tritt    v.a.    bei    Arbeitshunden    auf.    Sie    entsteht    durch Kompression       der       Nervenwurzeln       am       Ende       des Rückenmarkes,   am   Übergang   von   der   Lendenwirbelsäule zum     Kreuzbein.     Die     Tiere     zeigen     Schmerzen     in     der Nachhand,   Lahmheiten,   meistens   einseitig,      kurzer   Gang, zeitweise    Zehenschleifen,    Mühe    beim    Aufstehen    und    sie wollen   nicht   mehr   ins   Auto   springen.   Im   weiteren   Verlauf können   sich   Lähmungen   der   Hinterbeine      einstellen.   Am Morgen     beim     Aufstehen     zeigen     sich     die     Symptome       deutlich.     Sie     können     häufig     mit     dem     „Warmlaufen“ abnehmen.    Im    fortgeschrittenen    Stadium    kann    Kot-und Harninkontinenz        als        Folge        einer        Lähmung        der Schliessmuskeln von After und Blase eintreten. Entstehung der Krankheit Der    Übergang    vom    letzten    Lendenwirbel    (L7)    zum    1. Kreuzwirbel   (S1)   bildet   ein   Gelenk,   das   Kreuzgelenk.   Dieses Gelenk        mit    Bändern    fixiert,    sodass    auch    Instabilitäten, Verschiebungen      im      Gelenk(      häufig      bei      Junghunden)        auftreten         und         die         abgehenden         Nervenwuzeln komprimieren   können.   Durch   eine   chronische   Instabilitäten (z.T.angeboren)   oder   durch   übermässige   Belastung   dieses Gelenkes   (viel   stop   und   go   Bewegungen,   Sprünge)   reagiert das      Gelenk      mit      Knochenzubildungen      um      und      im Wirbelkanal.      Dabei   werden   auch   die   Nervenaustrittslöcher (Foramina)        der        abgehenden        Ischiasnerven        durch Knochenzubildung verengt. Diagnose Die    Symptomatik    dieser    Erkrankung    gibt    einen    ersten, guten   Hinweis   auf   das   spezifische   Leiden.   Typisch   ist      auch     eine    Schmerzauslösung    durch    manuellen    Druck    auf    das Kreuzgelenk    bei    gestreckter    Hinterhand        und    auf    den Ischiasnerv.     Die     eingeklemmten     Nerven     sind     auf     den Röntgenbildern     nicht     zu     sehen,     nur     die     knöchernen Zubildungen   am   Kreuzgelenk   und   um   die   Foramina.   Diese erhärten,      zusammen      mit      den      typischen      klinischen Symptomen,    den    Verdacht    einer    Kreuzgelenkstenose    mit Kompressionen   der   Nerven.      Bei   Unklarheiten   kann   eine Myelographie   (Anfärbung   des   Rückenmarkes)   den   Befund einer                Wirbelkanalverängung                dokumentieren. Computertomographie    und    Magnetresonanztomographie können    die    Diagnose    erhärten,    allerdings    sind    es    teure Verfahren. Differentialdiagnostisch      muss      man      auch      an      andere schmerzhafte   Erkrankungen   in   dieser   Gegend   denken,   wie Brüche,     Tumoren,     Abszesse,     Bandscheibenvorfall     und Ödeme.   Nicht   selten   sind   auf   dem   Röntgenbild   gleichzeitig auch       Arthrosen       der       Hüftgelenke       zu       sehen.       Bei Hüftgelenksarthrosen   zeigen   die   Hunde      jedoch   ein   ganz anderes   Bild,   v.a.   haben   sie   keine   neurologischen   Defizite und   die   Schmerzen   oder   Lahmheiten   dieser   Tiere   nehmen nach    einer    Belastung    zu.    Eine    degenerative    Myelopathie kann      ähnliche      Symptome      zeigen,      aber      sie      ist      nie schmerzhaft    und    der    klinische    Zustand    ist    schleichend progressiv.
Operation Ist    eine    Schmerzbehandlung    (ev.lakale    Kortisoninjektion) nicht    erfolgreich,    oder    die    Schmerzen    zeigen    sich    nach Absetzen    der    Medikamente    erneut,    muss    man    an    eine Operation     denken.     Der     Druck     auf     die     Nerven     und Nervenwuzeln   muss   beseitigt   werden.   Die   geschieht   durch Entfernung       des       Wirbelbogens       (Laminektomie)       und Erweiterung   der   Foramina.   Da   aber   durch   dieses   Vorgehen eine    zusätzliche    Instabilität    im    Kreuzgelenk    geschaffen wird,   ist   eine   Stabilisierung   des   Kreuzgelenkes   angezeigt. Die     Wirbelkörper     sind     mit     smarten     Gelenkfortsätzen verbunden,      die      übrigens      häufig      auch      arthrotische Veränderungen   zeigen.   In   Anlehnung   an   die   Humanmedizin habe     ich     zusammen     mit     einem     Orthopäden     aus     der Humanmedizin        vor        10        Jahren        begonnen        die Gelenkfortsätze      (Facettengelenke)            zu      verschrauben (Arthrodese).    Zuerst    wird    das    Dach    des    Kreuzgelenkes abgetragen   und   die   Foramina   erweitert,   damit   die   Nerven nicht   mehr   eingeklemmt   sind.   Das   Kreuzgelenk   wird   durch die   Arthrodese   des   Facettengelenkes   stabilisiert.   Durch   die Ruhigstellung     des     Kreuzgelenkes     werden     keine     neuen Knochenzubildungen   mehr   gebildet.   Bis   jetzt   kann   ich   gute Resultate   vorweisen.   Ein   Hund,   den   ich   vor   mehr   als   drei Jahren   operiert   habe,   ist   in   der   Zwischenzeit   bereits   2-mal Schweizermeister geworden. Ihr Kontakt Dr. med. vet. Peter Hauri praxis@rankstrasse.vet Telefon: 0041 62 771 88 00  
von Dr. med. vet. Peter Hauri
Cauda-equina-Syndrom Rückenschmerzen beim Hund (Kreuzschmerzen)
TIERARZTPRAXIS im Rank | Rankstrasse 29 | 5712 Beinwil am See Tierärzte: P. Hauri, S. Bata, B. Möller, A. Berger
von Dr. med. vet. Peter Hauri Das Cauda-equina-Syndrom ist eine degenerative lumbosakrale Stenose des Ileosacralgelenkes (Kreuzgelenk) und tritt v.a. bei Arbeitshunden auf. Sie entsteht durch Kompression der Nervenwurzeln am Ende des Rückenmarkes, am Übergang von der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein. Die Tiere zeigen Schmerzen in der Nachhand, Lahmheiten, meistens einseitig,  kurzer Gang, zeitweise Zehenschleifen, Mühe beim Aufstehen und sie wollen nicht mehr ins Auto springen. Im weiteren Verlauf können sich Lähmungen der Hinterbeine  einstellen. Am Morgen beim Aufstehen zeigen sich die Symptome  deutlich. Sie können häufig mit dem „Warmlaufen“ abnehmen. Im fortgeschrittenen Stadium kann Kot-und Harninkontinenz als Folge einer Lähmung der Schliessmuskeln von After und Blase eintreten. Entstehung der Krankheit Der Übergang vom letzten Lendenwirbel (L7) zum 1. Kreuzwirbel (S1) bildet ein Gelenk, das Kreuzgelenk. Dieses Gelenk  mit Bändern fixiert, sodass auch Instabilitäten, Verschiebungen im Gelenk( häufig bei Junghunden)  auftreten und die abgehenden Nervenwuzeln komprimieren können. Durch eine chronische Instabilitäten (z.T.angeboren) oder durch übermässige Belastung dieses Gelenkes (viel stop und go Bewegungen, Sprünge) reagiert das Gelenk mit Knochenzubildungen um und im Wirbelkanal.  Dabei werden auch die Nervenaustrittslöcher (Foramina) der abgehenden Ischiasnerven durch Knochenzubildung verengt. Diagnose Die Symptomatik dieser Erkrankung gibt einen ersten, guten Hinweis auf das spezifische Leiden. Typisch ist  auch  eine Schmerzauslösung durch manuellen Druck auf das Kreuzgelenk bei gestreckter Hinterhand  und auf den Ischiasnerv. Die eingeklemmten Nerven sind auf den Röntgenbildern nicht zu sehen, nur die knöchernen Zubildungen am Kreuzgelenk und um die Foramina. Diese erhärten, zusammen mit den typischen klinischen Symptomen, den Verdacht einer Kreuzgelenkstenose mit Kompressionen der Nerven.  Bei Unklarheiten kann eine Myelographie (Anfärbung des Rückenmarkes) den Befund einer Wirbelkanalverängung dokumentieren. Computertomographie und Magnetresonanztomographie können die Diagnose erhärten, allerdings sind es teure Verfahren. Differentialdiagnostisch muss man auch an andere schmerzhafte Erkrankungen in dieser Gegend denken, wie Brüche, Tumoren, Abszesse, Bandscheibenvorfall und Ödeme. Nicht selten sind auf dem Röntgenbild gleichzeitig auch Arthrosen der Hüftgelenke zu sehen. Bei Hüftgelenksarthrosen zeigen die Hunde  jedoch ein ganz anderes Bild, v.a. haben sie keine neurologischen Defizite und die Schmerzen oder Lahmheiten dieser Tiere nehmen nach einer Belastung zu. Eine degenerative Myelopathie kann ähnliche Symptome zeigen, aber sie ist nie schmerzhaft und der klinische Zustand ist schleichend progressiv. Operation Ist eine Schmerzbehandlung (ev.lakale Kortisoninjektion) nicht erfolgreich, oder die Schmerzen zeigen sich nach Absetzen der Medikamente erneut, muss man an eine Operation denken. Der Druck auf die Nerven und Nervenwuzeln muss beseitigt werden. Die geschieht durch Entfernung des Wirbelbogens (Laminektomie) und Erweiterung der Foramina. Da aber durch dieses Vorgehen eine zusätzliche Instabilität im Kreuzgelenk geschaffen wird, ist eine Stabilisierung des Kreuzgelenkes angezeigt. Die Wirbelkörper sind mit smarten Gelenkfortsätzen verbunden, die übrigens häufig auch arthrotische Veränderungen zeigen. In Anlehnung an die Humanmedizin habe ich zusammen mit einem Orthopäden aus der Humanmedizin vor 10 Jahren begonnen die Gelenkfortsätze (Facettengelenke)  zu verschrauben (Arthrodese). Zuerst wird das Dach des Kreuzgelenkes abgetragen und die Foramina erweitert, damit die Nerven nicht mehr eingeklemmt sind. Das Kreuzgelenk wird durch die Arthrodese des Facettengelenkes stabilisiert. Durch die Ruhigstellung des Kreuzgelenkes werden keine neuen Knochenzubildungen mehr gebildet. Bis jetzt kann ich gute Resultate vorweisen. Ein Hund, den ich vor mehr als drei Jahren operiert habe, ist in der Zwischenzeit bereits 2-mal Schweizermeister geworden.  
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