Interview mit med. vet. Branislav Stanisavljevic (Bata)
TIERARZTPRAXIS im Rank | Rankstrasse 29 | 5712 Beinwil am See                              Facebook Google Plus
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Bata,   Sie   sind   seit   dem   Jahr   2003   in   der   Tierarztpraxis   an der   Rankstrasse   tätig.   Gibt   es   einen   Fall,   an   den   Sie   sich immer wieder gerne zurückerinnern? Es      hat      mehrere      Fälle      gegeben.      Ich      erinnere      mich besonderes   gern   an   einen   Kaiserschnitt   als   drei   gesunde Kälber auf die Welt kammen.   In     Ihrer     Laufbahn     als     Nutztiertarzt     haben     Sie     auch mehrere    Weiterbildungen    im    Bereich    Schweinemedizin abgeschlossen.    Worin    unterscheidet    sich    die    Arbeit    mit Schweinen zu den anderen Nutztieren?   Die     Arbeit     bei     Schweinen     besteht     insbesondere     aus verschiedenen      Managementmassnahmen,      welche      zur Optimierung    der    Schweinehaltung    führen.    Es    gibt    in    der Schweiz    seit    dem    Jahr    2000    rund    einen    Drittel    weniger Schweinehalter    und    dennoch    etwa    gleich    viel    Tiere.    Dies zeigt    auf,    dass    man    sich    in    der    Schweinezucht    weiter spezialisiert   hat   und   die   Betriebe   stetig   wachsen.   Derzeit sind   wir      im   Schweinemanagement   bestrebt,   den   Einsatz von Antibiotika reduzieren zu können. Mit     welchen     Massnahmen     kann     dieses     Ziel     erreicht werden? Grundsätzlich     handelt     es     sich     um     Massnahmen     zur Verbesserung    der    Schweinehaltung    wie    Optimierung    der Stalltemperatur,     Feuchtigkeit     im     Stall,     Hygiene     in     den Buchten,   Behandlung   von   Schädlingen   im   Stall   und   noch
zahlreichen    anderen    Massnahmen    die    schlussendlich    das Tierwohl         fördern         und         zur         Minimierung         des Antibiotikaeinsatzes führen. Man    liest    immer    wieder,    dass    der    Kanton    Luzern    die höchste     Schweinepopulation     aufweist.     Sie     betreuen Landwirte   auf   beiden   Seiten   der   Kantonsgrenze.   Treffen Sie im Kanton Aargau tatsächlich auf weniger Schweine?   In   der   Tat   leben   in   keinem   anderen   Kanton   mehr   Schweine als   in   Luzern.   Im   Jahr   2013   lebten   27.9   %   aller   Schweizer Schweine   in   unserem   südlichen   Nachbarkanton.   Ich   selbst betreue in beiden Kantonen etwa gleich viel Schweine.     Sie    legen    mit    Ihrem    Fahrzeug    jedes    Jahr    Zehntausende von   Kilometer   für   die   Tierarztpraxis   zurück.   Wie   sieht   ein normaler Arbeitstag von Tierarzt Bata aus? Einen   normalen   Arbeitstag   gibt   es   nicht.   Wenn   frühmorgens keine      Notfälle      gemeldet      werden,      treffen      sich      die diensthabenden    Tierätzte    in    der    Praxis.    Man    bespricht gemeinsam          und          mit          den          Tiermedizinischen Praxisassistentinnen   die   anstehenden   Tagesbesuche.   Dazu gehören     geplante     Bestandesuntersuchungen     oder     die Nachbehandlungen     von     kranken     Tieren.     Während     des Arbeitstages      erreichen      uns      Tierärzte      immer      wieder dringende       Meldungen       oder       Notfälle.       Bei       aktuter Gesundheitsgefährdung   breche   ich   den   Routineuntersuch ab    und    fahre    schnellstmöglich    zum    Notfall.    Wenn    ich Nachtdienst    habe,    bleibe    ich    für    die    Tierhalter    über    die ganze    Nacht    hinweg    erreichbar    und    rücke    bei    Notfällen wieder aus.     Bleibt     da     noch     genügend     Freiraum     für     Familie     und Freizeitaktivitäten?   In    der    Tat    erlebe    ich    als    Tierarzt    lange    Tage    und    Nächte ohne    Schlaf.    Doch    ich    habe    auch    freie    Tage    und    Ferien. Dann   steht   meine   Familie   ganz   ober   auf   der   Prioritätenliste. An   zweiter   Stelle   kommt   das   Fischen.   Wie   schöne   wäre   es, wenn   meine   Frau   das   Fischen   erlernen   täte   -   ich   würde   mir sogar Zeit fürs Einkaufen nehmen.
Zur Person Branislav   Stanisavljevic   (Bata)   wurde   1962   geboren   und   studierte   bis   1993   an   der   Fakultät   für   Veterinärmedizin   in   Belgrad. Nach   Tätigkeiten   an   Tierarztpraxen   in   der   Ostschweiz   und   den   Kantonen   Bern   und   Solothurn   wechselte   er   im   Jahr   2003   an   die Tierarztpraxis   Rankstrasse,   welche   seit   dem   Jahr   2017   unter   dem   Namen   Tierarztpraxis   im   Rank   geführt   wird.   Bata   bildete   sich stetig   weiter   und   ist   seit   2012   Mitglied   der   Gesellschaft   Schweizer   Tierärztinnen   und   Tierärzte   (GST)   sowie   Mitglied   bei   der Sektion für Schweinemedizin. Seine Freizeit verbringt Bata gerne beim Fischen.
Interview mit Bata med. vet. B. Stanisavljevic
TIERARZTPRAXIS im Rank | Rankstrasse 29 | 5712 Beinwil am See Tierärzte: P. Hauri, S. Bata, B. Möller, A. Berger
Bata, Sie sind seit dem Jahr 2003 in der Tierarztpraxis an der Rankstrasse tätig. Gibt es einen Fall, an den Sie sich immer wieder gerne zurückerinnern? Es hat mehrere Fälle gegeben. Ich erinnere mich besonderes gern an einen Kaiserschnitt als drei gesunde Kälber auf die Welt kammen.   In Ihrer Laufbahn als Nutztiertarzt haben Sie auch mehrere Weiterbildungen im Bereich Schweinemedizin abgeschlossen. Worin unterscheidet sich die Arbeit mit Schweinen zu den anderen Nutztieren?   Die Arbeit bei Schweinen besteht insbesondere aus verschiedenen Managementmassnahmen, welche zur Optimierung der Schweinehaltung führen. Es gibt in der Schweiz seit dem Jahr 2000 rund einen Drittel weniger Schweinehalter und dennoch etwa gleich viel Tiere. Dies zeigt auf, dass man sich in der Schweinezucht weiter spezialisiert hat und die Betriebe stetig wachsen. Derzeit sind wir  im Schweinemanagement bestrebt, den Einsatz von Antibiotika reduzieren zu können. Mit welchen Massnahmen kann dieses Ziel erreicht werden? Grundsätzlich handelt es sich um Massnahmen zur Verbesserung der Schweinehaltung wie Optimierung der Stalltemperatur, Feuchtigkeit im Stall, Hygiene in den Buchten, Behandlung von Schädlingen im Stall und noch zahlreichen anderen Massnahmen die schlussendlich das Tierwohl fördern und zur Minimierung des Antibiotikaeinsatzes führen. Man liest immer wieder, dass der Kanton Luzern die höchste Schweinepopulation aufweist. Sie betreuen Landwirte auf beiden Seiten der Kantonsgrenze. Treffen Sie im Kanton Aargau tatsächlich auf weniger Schweine?   In der Tat leben in keinem anderen Kanton mehr Schweine als in Luzern. Im Jahr 2013 lebten 27.9 % aller Schweizer Schweine in unserem südlichen Nachbarkanton. Ich selbst betreue in beiden Kantonen etwa gleich viel Schweine.    Sie legen mit Ihrem Fahrzeug jedes Jahr Zehntausende von Kilometer für die Tierarztpraxis zurück. Wie sieht ein normaler Arbeitstag von Tierarzt Bata aus? Einen normalen Arbeitstag gibt es nicht. Wenn frühmorgens keine Notfälle gemeldet werden, treffen sich die diensthabenden Tierätzte in der Praxis. Man bespricht gemeinsam und mit den Tiermedizinischen Praxisassistentinnen die anstehenden Tagesbesuche. Dazu gehören geplante Bestandesuntersuchungen oder die Nachbehandlungen von kranken Tieren. Während eines Arbeitstages erreichen uns Tierärzte immer wieder dringende Meldungen oder Notfälle. Bei aktuter Gesundheitsgefährdung breche ich den Routineuntersuch ab und fahre schnellstmöglich zum Notfall. Wenn ich Nachtdienst habe, bleibe ich für die Tierhalter über die ganze Nacht hinweg erreichbar und rücke bei Notfällen wieder aus.    Bleibt da noch genügend Freiraum für Familie und Freizeitaktivitäten?   In der Tat erlebe ich als Tierarzt lange Tage und Nächte ohne Schlaf. Doch ich habe auch freie Tage und Ferien. Dann steht meine Familie ganz ober auf der Prioritätenliste. An zweiter Stelle kommt das Fischen. Wie schöne wäre es, wenn meine Frau das Fischen erlernen täte - ich würde mir sogar Zeit fürs Einkaufen nehmen.
Zur Person Branislav Stanisavljevic (Bata) wurde 1962 geboren und studierte bis 1993 an der Fakultät für Veterinärmedizin in Belgrad. Nach Tätigkeiten an Tierarztpraxen in der Ostschweiz und den Kantonen Bern und Solothurn wechselte er im Jahr 2003 an die Tierarztpraxis Rankstrasse, welche seit dem Jahr 2017 unter dem Namen Tierarztpraxis im Rank geführt wird. Bata bildete sich stetig weiter und ist seit 2012 Mitglied der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST) sowie Mitglied bei der Sektion für Schweinemedizin. Seine Freizeit verbringt Bata gerne beim Fischen.
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